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Timanfaya

Am 1. September 1730 öffnete sich die Erde im Westen der Insel, nur wenige Kilometer von der Stadt Yaiza entfernt, Asche, Rauch und Lava traten hervor und versetzten die Bevölkerung in Angst und Schrecken. 6 Jahre lang rumorte die Erde, die Lavamassen begruben acht Dörfer und bedeckten letztendlich 20% der Inseloberfläche mit einer bis zu 40 m dicken Gesteinsschicht. 1824 gab es wiederum eine Serie von Vulkanausbrüchen, seither ist Ruhe - diese muß aber nicht für immer so bleiben, dazu sind die Aktivitäten in diesem Vulkangebiet noch heute spürbar und werden am "Islote de Hilario" dem staunenden Zuschauer vorgeführt: Reisig, in ein ca. 2 m tiefes Loch geworfen fängt von selbst an zu brennen , ein Eimer Wasser in ein im Boden 10 m tief versenktes Rohr geschüttet erzeugt in Sekunden einen künstlichen Gysier. Auch das dort gebaute Restaurant "El Diabolo" macht sich diese thermische Aktivität zu nutze und grillt nur mittels Erdwärme auf einem großen Vulkangrill.

Unser erster Eindruck des Nationalparks Timanfaya war überwältigend. Kilometerweite Lavafelder erstrecken sich nach allen Seiten, meistens schroff, zerklüftet, die Farbe Schwarz überwiegt, aber auch Rot-, Braun-, und Grüntöne mischen sich neben dem weißlich-grünen Moosen in die Landschaft. Zu empfehlen ist ein Besuch des "Islote de Hilario" und eine Busfahrt über eine eigenst dafür angelegte Straße mit einem der zahlreichen Busse. Sowohl das Restaurant "El Diabolo" als auch die - übrigens nur für die Busse freigegebene- Straße wurden unter der Mitwirkung von César Manrique geplant und gebaut.
Auch das Vulkanmuseum im Nationalpark Timanfaya ist einen Besuch wert, hier kann man viel über die Entstehung von Lanzarote und über Geologie insgesamt lernen.


Öffnungszeiten: Montag bis Sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr.


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Letzte Änderung am 03.10.02
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