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La Geria, im südlichen Teil der
Insel gelegen, ist das Haupt Weinanbaugebiet auf Lanzarote. Es ist aber nicht etwa die
besondere Qualität des Weines aus Lanzarote, der uns veranlaßt hat La Geria hier zu
erwähnen (In Wirklichkeit ist der Rotwein für Weinkenner eher uninteressant, der weise
Malvesia und Muskatel dafür schon eher einen zweiten Blick wert), sondern die Art und
Weise, wie der Wein angebaut wird. Bedingt durch das trockene Klima und die fehlenden
Grundwasservorkommen gedeihen Weinstöcke (aber auch alle anderen Nutzpflanzen) auf
Lanzarote nicht, wenn sie auf herkömmliche Weise angebaut werden - sie vertrocknen. Daher
werden die Pflanzen in Mutterboden eingepflanzt und mit Vulkanasche (Lapilli) bedeckt.
Letztere speichert die Feuchtigkeit bzw. den Tau und führt sie den Pflanzen zu. Im Falle
des Weinanbaus werden bis zu 3m breite Krater gegraben, ein Weinstock gepflanzt und mit
Lapilli bedeckt. Eine keine halbkreisförmige Mauer aus Steinen verhindert, daß der
Passatwind den Krater zuweht. Die so entstandene Landschaft ist äußerst reizvoll und
wohl einmalig in Europa (der Welt?), der Kontrast aus der dunklen Vulkanasche und den
grünen Reben würdigte auch das Museum für zeitgenössische Kunst in New York mit einer
eigenen Ausstellung über diese Art der Anbaumethode - Enarenado genannt.
Aber es macht nicht nur Freude sich der schönen Landschaft zu erfreuen und den einen oder
anderen Wein zu probieren, auch eine rasante Fahrt mit dem Mietwagen über die recht
holprige und schmalen Straßen von La Geria (natürlich ohne vorherigen
Alkoholgenuß!) macht richtig Spaß!