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In
der Nähe der Stadt Guatiza befindet sich Gebiet, in dem die Kaktuspflanze
Opuntie (auch Tunera genannt) angebaut wird. Es ist aber nicht der Kaktus
selbst, der verwertet wird, sondern die auf ihm lebende Koschenillelaus (Dacttylopius
coccus), deren ungiftiger, karminroter Farbstoff als Rohstoff zum Färben von
Lebensmittel oder Kosmetika (Campari, Lippenstift etc.) verwendet wird bzw.
wurde. Dessen Bedeutung ist allerdings mit Aufkommen der synthetischen Farben
immer geringer geworden. Es bot sich also genau dieser Teil Lanzarotes an, dort
einen Kaktusgarten zu errichten. Unter der Mitwirkung César Manriques entstand
dieser Garten mit über 1400 Sukkulentenarten. In Form eines Amphitheaters,
mit breiten, stufenweise aufsteigenden Flächen aufgebaut, kann der Besucher sich
an der Farben und Formenpracht der Kakteen erfreuen.
Wir besuchten den Garten in den Abendstunden, was den Vorteil hatte, daß sich
zum einen die Anzahl der Besucher in Grenzen hielt, zum anderen das Licht und
die nicht mehr ganz so hoch stehende Sonne den Aufenthalt sehr angenehm machten.
Man kann hier ohne Probleme (und wenn man ein geduldiges Kind dabei hat, was man
von Elias nicht gerade sagen konnte) stundenlang umhergehen und die vielen Reize
in sich aufnehmen. Auch der Besuch der erhöht liegenden Mühle lohnt sich, zum
einen um einen phantastischen Blick auf den Garten zu erhaschen, zum anderen um
das Mühlwerk (das noch immer in Betrieb ist) zu besichtigen.
Öffnungszeiten: Montag bis
Sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr.