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Vor ca. 5000 Jahren brach der am
nördlichen Ende Lanzarotes gelegene Vulkan "La Corona" aus. Die Lava ergoß
sich Richtung Osten bis zum Meer hin. Während die oberen Schichten des Lavastroms
erkalteten floß die heiße Lava unterirdisch weiter und nach kurzer Zeit bildeten sich
Hohlräume, die im Laufe der Jahre teilweise einbrachen und so von Menschen entdeckt
werden konnten. Zwei dieser Höhlen erschließen sich dem Reisenden, zum einen die auf
dieser Seite vorgestellte "Cueva de los Verdes", zum anderen die etwas östlich
gelegenere "Jameos del Agua".
Die "Höhle der Grünen", nicht benannt nach den dort vorkommenden Farben (Grün
sind dort lediglich einige Pflanzen am Eingang) sondern nach einer Familie welche die
Höhle entdeckte, diente in der Vergangenheit der Bevölkerung Lanzarotes als natürliches
Versteck vor plündernden Piraten. Nachdem die raubenden Piraten durch zahlungskräftige
Touristen verdrängt waren, wurde ein Teil der Höhle 1964 der Allgemeinheit geöffnet. Im
Gegensatz zur "Jameos del Agua" wurde die "Cueva de los Verdes"
naturbelassen ( "Nicht von Ceasar Manrique gestaltet" wie man stolz berichtet)
und erschließt sich dem Besucher in ihrer ganzen Schönheit. Bizarre Gebilde aus
erstarrter Lava an Wänden und Decken entführen in ein abstraktes Reich unter der Erde.
Beim Rundgang bewegt man sich auf zwei verschiedenen Ebenen, da mehrere Lavaströme
unterschiedliche Galerien gebildet haben. Durch Einbrüche in der Zwischenschicht kann man
von der oberen nach unten in die tiefere Ebene schauen (oder via versa). Nicht verraten
sei hier aber das Geheimnis eines tiefen Loches in der Höhle - das muß man schon selbst
herausfinden :-)
Anders als in der "Jameos del Agua" kann die Höhle nur in einer ca. 1h Führung
erkundet werden, ein Rundgang auf eigene Faust ist leider (- oder zum Glück, da z.T.
Absperrgitter fehlen und man sich schnell mal 5-10 m tiefer befinden kann) nicht möglich.
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:00 Uhr